Gerade in Verfahren des Betrieblichen Eingliederungsmanagements stellt sich häufig die Frage: „Wie stellen wir sicher, dass der Datenschutz bei sensiblen Informationen wirklich eingehalten wird – auch durch Externe?“
Tatsächlich unterliegen alle gesundheitsbezogenen Angaben – auch informelle Informationen aus Gesprächen – dem besonderen Schutz nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO. Das bedeutet: Ohne ausdrückliche, freiwillige und dokumentierte Einwilligung des betroffenen Beschäftigten dürfen weder Diagnosen noch arbeitsmedizinische Befunde verarbeitet oder weitergegeben werden.
Zusätzlich gelten laut Art. 5 DSGVO die Grundsätze der Zweckbindung, Datenminimierung und Vertraulichkeit. Bereits der Wunsch nach einem „regelmäßigen Update zum Gesundheitszustand“ – wie er gelegentlich aus der Führungsebene geäußert wird – kann, sofern strukturell gewünscht, einen Verstoß darstellen und ist datenschutzrechtlich nicht zulässig.
Ein typisches Argument: „Wir wollen nur wissen, ob die Person bald zurückkommt – nicht die genaue Diagnose.“
Doch selbst diese Einschätzung ist nicht ohne ausdrückliche Einwilligung rechtlich zulässig, wenn sie sich auf gesundheitsbezogene Prognosen stützt.
Deshalb ist es entscheidend, dass BEM-Berater…
- nachweislich mit klar dokumentierten Einwilligungsprozessen arbeiten,
- sich an den Vorgaben des Art. 9 DSGVO orientieren,
- und die Rollen- und Informationsgrenzen im BEM exakt kennen.
Diese Themen stehen auch im Fokus moderner BEM Seminare, die sich praxisnah mit BEM Prozess und Ablauf, Datenschutz, Rollenklärung und Gesprächsführung befassen. Besonders wirkungsvoll sind hier BEM Inhouse Seminare und strukturierte BEM Schulungen und Seminare, die konkrete Fallkonstellationen im Unternehmen aufgreifen.
Tipp für HR-Manager und BGM-Verantwortliche:
Um Datenschutzrisiken zu vermeiden, empfehlen sich auch Seminare Betriebliches Eingliederungsmanagement, in denen die Einhaltung datenschutzrechtlicher Normen im BEM Schritt für Schritt erarbeitet wird.
Wer tiefer einsteigen will:
Die strukturierte Qualifizierung zum BEM Beauftragten im Rahmen einer BEM Beauftragter Weiterbildung oder einer BEM Ausbildung mit Fokus auf BEM Prozess und Ablauf schafft rechtssichere Handlungskompetenz – insbesondere bei komplexeren Fallverläufen.
Auch eine fundierte BEM Berater Ausbildung ermöglicht es, datenschutzkonforme BEM Durchführung und BEM Beratung unter realen Bedingungen rechtlich sicher umzusetzen. Besonders dann, wenn interne Strukturen durch externe BEM Consulting ergänzt werden sollen.
Fazit:
Datenschutz im BEM ist kein Nebenthema – er ist ein zentrales Erfolgskriterium. Unternehmen, die mit qualifizierten internen oder externen Akteuren arbeiten, reduzieren ihr Risiko deutlich – rechtlich, finanziell und reputativ.
Datenschutz im betrieblichen Eingliederungsmanagement ist auch Inhalt unserer Online-Ausbildung zum BEM-Beauftragten, BEM-Berater bzw. BEM-Fallmanager.