Verletzung von Mindeststandards an ein BEM-Verfahren: Das BEM-Gespräch wird teils in Form eines Krankenrückkehrgesprächs geführt
In der Praxis werden BEM-Gespräche teils in Form von Krankenrückkehrgesprächen geführt. Dies widerspricht den Anforderungen des § 167 Abs. 2 SGB IX und den Mindeststandards an ein ordnungsgemäßes BEM, so das BAG in einer Entscheidung vom 10.12.2009. Denn ein Krankenrückkehrgespräch und ein BEM-Gespräch verfolgen unterschiedliche Ziele. Dies wird schon im Grundsatz deutlich: Ein betriebliches Eingliederungsmanagement erfolgt stets freiwillig und nur mit Zustimmung des erkrankten Arbeitsnehmers.
Zusammenfassend: Ein betriebliches Eingliederungsmanagement setzt erhebliche Kompetenzen voraus. Zu den in diesem Beitrag des Blog mit Benefit! behandelten rechtlichen Kompetenzen kommen nicht zu unterschätzende soziale Kompetenzen hinzu: Der Gesprächsführung und den Gesprächstechniken bei den zu führenden BEM-Gesprächen. Gelingt es nicht oder lediglich unzureichend, eine belastbare Vertrauensbasis zum erkrankten Mitarbeiter aufzubauen, ist ein mehr oder weniger frühzeitiges Scheitern des gesamten BEM-Verfahrens vorprogrammiert.
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Fotos: © Manfred Baumert / Kassel, 2023
Über den Autor
Der Autor ist Absolvent eines MBA-Studienganges und verfügt über ein Diplom der Betriebswirtschaftslehre und der Pädagogik. Mehrjährige Ausbildung und Tätigkeit in der Krisenintervention, verschiedene Positionen als Geschäftsführer und Führungskraft, 10 Jahre lang ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht und seit 2012 Geschäftsführer und Gesellschafter der 2benefit GmbH Personalberatung aus Kassel.
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Wir bieten Unternehmen deutschlandweit den kompletten Ablauf eines betrieblichen Eingliederungsmanagements mit professionellen BEM-Gesprächen im gesamten Ablauf des externen BEM-Verfahrens an. Damit unterstützen wir das betriebliche Gesundheitsmanagement unserer Unternehmenskunden beim Eingliederungsmanagement, der beruflichen Rehabilitation und beruflichen Reintegration. Wir sind auch externer BEM-Anbieter für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die nicht über ein betriebliches Gesundheitsmanagement verfügen. Damit leisten wir einen Beitrag für mehr Gesundheit im Betrieb, gegen den Fachkräftemangel und Fachkräfteverlust, für mehr Mitarbeiterbindung, verringern Fehlzeiten, verkürzen Zeiten der beruflichen Rehabilitation und stehen zur BEM-Maßnahmeplanung und Umsetzungsberatung bei betrieblichem Eingliederungsmanagement zur Verfügung.
Externes betriebliches Eingliederungsmanagement, auch mit Schwerpunkt auf erkrankte Führungskräfte und BEMpsy, bieten wir deutschlandweit an. Die 2benefit GmbH Personalberatung Kassel mit ihrem betrieblichem Eingliederungsmanagement hat ihren Unternehmenssitz mit Kassel in der Mitte Deutschlands, der Region Nordhessen, Mittelhessen, Südniedersachen und den Hochsauerlandkreis, Kassel und Landkreis, Schwalm-Eder-Kreis, Werra-Meißner-Kreis, Waldeck-Frankenberg, Kreis Hersfeld-Rotenburg, Marburg-Biedenkopf mit ihren Zentren Bad Hersfeld, Melsungen, Niestetal, Korbach, Baunatal, Fulda, Göttingen, Marsberg, Brilon und Winterberg.
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