Strukturelle Herausforderungen bedürfen erheblicher Investitionen in Gesundheit und Prävention
Deutschland befindet sich zumindest im Jahr 2023 in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage, die durch die Krankheitswelle stärker belastet wird als in anderen Ländern. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass Deutschland strukturelle Probleme hat und vor großen Herausforderungen im internationalen Wettbewerb steht. Es bedarf erheblicher Investitionen, insbesondere in Gesundheit und Prävention, um diese Herausforderungen zu bewältigen.
Der hohe Krankenstand hat nicht nur Auswirkungen auf Unternehmen und private Haushalte, sondern belastet auch die öffentliche Hand, insbesondere die Sozialversicherungen. Die Krankenversicherung verzeichnet nicht nur höhere Kosten für Krankengeld und Behandlungen, sondern auch einen Einnahmeverlust. Die Steuereinnahmen sind ebenfalls betroffen, was zu Mindereinnahmen von insgesamt rund 15 Milliarden Euro in den letzten zwei Jahren führen dürfte. Angesichts potenziell schwerwiegender Krankheitswellen sind Investitionen in Gesundheit und Prävention von entscheidender Bedeutung. Sie reduzieren nicht nur die negativen Auswirkungen von Krankheiten auf Einzelne, sondern tragen auch zur Steigerung der Wirtschaftsleistung und des verfügbaren Einkommens bei.
Hoher Krankenstand verschärft den Personalmangel um weitere 700.000 fehlende Fachkräfte
Sollte der in den letzten beiden Jahren beobachtete Anstieg des Krankenstands zur neuen Normalität werden, würde die deutsche Volkswirtschaft auf die Arbeitskraft von etwa 350.000 Beschäftigten weniger zugreifen können. Dieser Effekt wird verstärkt, wenn man bedenkt, dass langfristig der Ausfall durch (möglicherweise vorübergehende) Überstunden und Produktivitätssteigerungen kompensiert werden muss. Insgesamt entstünde eine Lücke von über 700.000 Beschäftigten, so der Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA).
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Über den Autor
Der Autor ist Absolvent eines MBA-Studienganges und verfügt über ein Diplom der Betriebswirtschaftslehre und der Pädagogik. Mehrjährige Ausbildung und Tätigkeit in der Krisenintervention, verschiedene Positionen als Geschäftsführer und Führungskraft, 10 Jahre lang ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht und seit 2012 Geschäftsführer und Gesellschafter der 2benefit GmbH Personalberatung aus Kassel.
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