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BEM-Gespräch wirksam führen: Struktur geben, Widerstand lösen, Umsetzung sichern

Kategorie: Online Seminar

BEM-Gespräche entscheiden im Alltag weniger über gute Absicht als über konkrete Umsetzung: ob Vertrauen entsteht, Widerstand abnimmt und am Ende eine tragfähige Vereinbarung steht, die Führung und Mitarbeitende wirklich mittragen. In diesem Live Online-Tagesseminar lernen Sie, BEM-Gespräche klar zu führen: mit nachvollziehbaren Gesprächsphasen, praxistauglichen Formulierungen, sauberer Rollenklärung und einem Abschluss, der nächste Schritte, Zuständigkeiten und einen festen Folgetermin verbindlich macht. Ergebnis: weniger Abbrüche, weniger Rückstau, kürzere Durchlaufzeiten und schnellerer Maßnahmenstart, ohne dass HR jeden Fall hinterhertragen muss.

Rechtlich fundiert. Psychologisch geschult. Ökonomisch gedacht.
HR Fokus • BEM Online-Tagesseminare für Personalleitung & HR-Management, BEM-Beauftragte und Personalreferent*innen: von Grundlagen bis Spezialfällen.

Das Seminar ist live-online und für Teilnehmende bundesweit sowie aus Österreich und der Schweiz geeignet. Es wird aus Kassel/Nordhessen durchgeführt; Praxiserfahrungen aus Projekten mit Teams u. a. in Fulda, Göttingen, Hannover, Frankfurt am Main, Dortmund und Hamburg fließen in die Fallarbeit ein.

Veranstaltungsnummer: B-HR-OS 05-2026

 

Worum es in diesem Seminar wirklich geht

BEM-Gespräche geraten im Alltag häufig ins Stocken, auch wenn Beteiligte kooperativ sind. Typische Situationen, die HR und BEM kennen:

  • Gespräche bleiben höflich und verständnisvoll, enden aber ohne klare Entscheidung.
  • Persönliche Themen nehmen Raum ein, während die arbeitsbezogene Klärung unscharf bleibt.
  • Schweigen, Ausweichen, verdeckter Widerstand oder „Ja, aber“ bremsen den Verlauf, ohne dass aktiv gesteuert wird.
  • Vereinbarungen sind zu allgemein, Zuständigkeiten fehlen, ein fester nächster Termin wird nicht gesetzt.
  • Fälle ziehen sich, Wiedervorlagen versanden, Rückstau entsteht.

Dieses Seminar fokussiert genau diese Gesprächssituationen. Es geht darum, BEM-Gespräche strukturiert zu führen, Gesprächstechniken gezielt einzusetzen und den Verlauf aktiv zu steuern, auch wenn es persönlich oder schwierig wird.

Im Mittelpunkt steht eine praxistaugliche Vorgehensweise für HR und BEM-Beauftragte: Gespräche eröffnen, führen und abschließen, sodass Entscheidungen möglich werden und Vereinbarungen umgesetzt werden. Ergebnis sind geführte Gespräche mit klaren nächsten Schritten, weniger Abbrüche, weniger Rückstau und spürbar mehr Wirkung im BEM-Alltag.

 

Für wen ist das Seminar?

Dieses Seminar richtet sich an alle, die BEM-Gespräche so führen müssen, dass daraus Umsetzung entsteht und nicht nur ein „gutes Gespräch“. Es ist geeignet, wenn das Ziel ist, die Wirksamkeit von BEM-Gesprächen zu erhöhen, Rückfälle zu reduzieren, Akzeptanz zu stärken und die Prozessqualität im Alltag verlässlich zu sichern. Angesprochen sind Organisationen, in denen Gespräche über unterschiedliche Standorte hinweg vergleichbar geführt werden sollen und in denen klare Orientierung zu Rollen, Ansprache und Datensparsamkeit benötigt wird, um Eskalationen zu vermeiden. Geeignet für HR und Fallmanager, die BEM-Gespräche auch mit Beteiligung des Betriebsrats führen oder begleiten und dabei arbeitsbezogen, klar und umsetzungsorientiert bleiben müssen.

Das Seminar richtet sich an BEM-Beauftragte, HR Business Partner, Personalreferentinnen und Personalreferenten, HR-Manager, BGM-Fachkräfte, Case Manager sowie Führungskräfte mit BEM-Rolle, wenn im Alltag vor allem drei Dinge fehlen:

  • Formulierungen, die Sicherheit geben und Widerstand reduzieren
  • Struktur im Gespräch mit klarem Verlauf, nächstem Schritt und festem Folgetermin
  • ein praxistauglicher Umgang mit Misstrauen, Scham oder Angst, die Zusammenarbeit blockieren

Das Seminar ist live, interaktiv und praxisnah angelegt. Sie arbeiten mit klarer Rollenorientierung und Gesprächstechniken, die unmittelbar im Betrieb eingesetzt werden können.

 

Ergebnis nach einem Tag

Sie gehen aus dem Seminar mit einer praxistauglichen Vorgehensweise, die BEM-Gespräche im Alltag wirksam steuert. Gespräche verlaufen geführt, bleiben arbeitsbezogen und führen zu klaren Entscheidungen statt offenen Enden:

  • Gesprächsstruktur, die trägt: Klarer Ablauf vom Einstieg über Klärung bis zur Vereinbarung. Gespräche verlaufen geordnet, persönliche Themen bleiben steuerbar und das Ziel geht nicht verloren.
  • Gesprächsführung mit Wirkung: Konkrete Gesprächstechniken und Formulierungen, um Vertrauen aufzubauen, Redeanteile zu steuern, Pausen wirksam zu nutzen und Gesagtes so zu bündeln, dass Klarheit entsteht.
  • Umgang mit Widerstand ohne Eskalation: Sicher reagieren bei Schweigen, „Ja, aber“, Angst oder Rückzug. Gespräche bleiben handlungsfähig, ohne Druck, Rechtfertigung oder Machtkampf.
  • Vom Problem zur Entscheidung: Fragetechniken, die aus festgefahrenen Beschreibungen herausführen und Entscheidungen ermöglichen, auch wenn Mitarbeitende nur wissen, was sie nicht wollen.
  • Vereinbarungen, die umgesetzt werden: Maßnahmen konkret formulieren, Zuständigkeiten klären und Termine festlegen, damit Vereinbarungen startfähig sind und nicht versanden.
  • Nachhalten als fester Bestandteil: Fester Folgetermin und schlanke Dokumentation, damit Umsetzung gesichert wird und BEM-Fälle nicht erneut ins Stocken geraten.

Ergebnis im Alltag: weniger Abbrüche, weniger Rückstau, kürzere Durchlaufzeiten und spürbar mehr Wirkung im BEM.

 

Seminarinhalt

BEM-Gespräche wirksam führen: Struktur geben, Widerstand lösen, Umsetzung sichern

Dieses Seminar macht BEM-Gespräche im Alltag wirksam. Gespräche sind geführt, nicht dem Zufall überlassen. Persönliche Themen bleiben steuerbar, auch in schwierigen Konstellationen. Entscheidungen werden möglich, Vereinbarungen klar getroffen und umgesetzt. Ergebnis: weniger Abbrüche, weniger Rückstau, kürzere Durchlaufzeiten und spürbar mehr Wirkung im BEM-Alltag.

BEM-Gesprächsziel und Rahmen festlegen
Zweck, Grenzen und erwartetes Ergebnis klären
Persönliche Themen zulassen, ohne das Gespräch aus der Steuerung zu verlieren

Gesprächseröffnung und Vertrauensaufbau
Einstieg so gestalten, dass Offenheit schrittweise entsteht
Typische Fehlstarts vermeiden, die Gespräche früh blockieren

Gesprächsführung im Verlauf
Redeanteile steuern, Pausen gezielt einsetzen
Gespräche führen, ohne zu drängen, zu verhören oder ins Leere laufen zu lassen

Gesprächstechniken zur Vertiefung
Gesagtes bündeln und verständlich zurückspiegeln
Klärung ermöglichen, ohne zu bewerten oder zu therapieren

Fragetechniken für Orientierung und Bewegung
Fragen nutzen, die Handlungsspielräume öffnen
Weg von Verallgemeinerungen hin zu konkreten Ansatzpunkten

Umgang mit Widerstand, Schweigen und „Ja, aber“
Widerstand erkennen und entschärfen
Gespräche stabil halten, auch bei Angst, Rückzug oder Skepsis

Veränderungsgespräche wirksam führen
Bedenken aufnehmen, ohne sie zu verstärken
Neue Möglichkeiten denken lassen, ohne zu überzeugen oder zu überreden

Vereinbarungen sichern und nachhalten
Konkrete nächste Schritte festlegen
Zuständigkeiten, Termine und fester Folgetermin
Dokumentation auf das notwendige Maß begrenzen

 

Preis & Mehrteilnehmer-Regelung

Einzelplatz: 790,00 EUR netto zzgl. USt. (940,10 EUR brutto)

Team-Staffel (netto pro Person):

• 2–3 Teilnehmende aus derselben Organisation: 740,00 EUR
• ab 4 Teilnehmenden aus derselben Organisation: 690,00 EUR

 

Termine (feste Termine und auf Anfrage)

Feste Termine:

  • Dienstag, 19.05.2026, 09:00–16:30 Uhr
  • Dienstag, 18.08.2026, 09:00–16:30 Uhr
  • Dienstag, 24.11.2026, 09:00–16:30 Uhr

Zusätzlich: Durchführung auf Anfrage (Teamtermin live-online oder Inhouse).

 

Storno & Umbuchung

  • bis 14 Kalendertage: kostenfrei
  • 13–7 Kalendertage: 50 %
  • ab 6 Kalendertage / Ausfallregelung: 100 %
  • Ersatzteilnehmende jederzeit kostenfrei

 

Im Preis enthalten

Teilnahme am Online-Tagesseminar. Sie erhalten ein Teilnahmezertifikat sowie praxisorientierte Unterlagen als Nachschlagewerk. Die Inhalte sind BAG orientiert und auf Risikominimierung im BEM-Verfahren ausgerichtet. Hinweis: Die Unterlagen dienen der Orientierung und Umsetzung im Betrieb. Eine Gewähr für die rechtliche Wirksamkeit, Vollständigkeit oder Passgenauigkeit des Verfahrens oder seiner Anwendung wird nicht übernommen.

 

Dozententeam mit Praxisauftrag

Unsere Seminare werden von Dozentinnen und Dozenten durchgeführt, die neben der Trainingsarbeit auch in der externen BEM-Praxis tätig sind. Dadurch fließen aktuelle Fragestellungen, bewährte Vorgehensweisen und typische Stolperstellen unmittelbar in die Inhalte ein. Ziel ist ein belastbarer Transfer in Ihre BEM-Abläufe, nicht nur Theorie.

 

Dieses Online-Seminar basiert auf bewährten Präsenzseminaren und ist für das Live Online-Format didaktisch angepasst. Das Seminar ist bwinteraktiv und konsequent auf Umsetzung im Betrieb ausgerichtet, mit klarem Ablauf und konkreten nächsten Schritten.

Teilnehmerstimmen aus vergleichbaren BEM-Seminaren

„hat viele Beispiele aus der Praxis gebracht“

„guter Dozent, Erlerntes kann gut im Betrieb eingesetzt werden“

„kann ich weiterempfehlen“

„Hervorragender Dozent, der die Kursinhalte zum BEM fachkundig, praxisnah und lebendig dargestellt hat. Zudem wurden die Kursteilnehmer jederzeit mitgenommen.“

 

Auf einen Blick: Drei Hebel für wirksame BEM-Gespräche

Struktur, die trägt

Wirksame BEM-Gespräche sind keine „netten Gespräche“, sondern klar geführte Schritte: Ziel klären, Vertrauen sichern, Belastungen im Arbeitskontext verstehen, Optionen entwickeln und den nächsten Schritt festlegen. Wirksame BEM-Gespräche, die auch bei Zeitdruck Orientierung geben.

Widerstand professionell bearbeiten

Widerstand im BEM-Gespräch ist häufig ein Schutz: Angst vor Stigma, Misstrauen, Überforderung oder schlechte Erfahrungen. Sie lernen, typische Signale früh zu erkennen (Ausweichen, „Ja, aber…“) und deeskalierend in Kooperation zu führen: ohne Druck, aber mit Klarheit.

Vereinbarungen, die umgesetzt werden

Viele BEM-Verläufe scheitern an der Umsetzung: unklare Zuständigkeiten, keine Termine, kein Nachhalten. Sie lernen, Vereinbarungen so zu formulieren, dass sie tragfähig sind: Wer macht was bis wann – mit Check-Termin und praxistauglichen Formulierungen.

 

Quick Facts: Daten, Zahlen, Fakten zu BEM-Gesprächen

Diese drei Quick Facts zeigen den praktischen Kern des Themas: Im BEM entscheidet nicht allein die Maßnahmenkenntnis, sondern ob BEM-Gespräche so geführt werden, dass Vertrauen entsteht, Widerstand abnimmt und am Ende konkrete nächste Schritte mit Zuständigkeit und festem Folgetermin stehen.

Gerade bei langen Ausfallzeiten und psychischen Belastungen wird Gesprächsführung zum Hebel: Ohne klare Struktur, wirksame Gesprächstechniken und Nachhalten versanden Vereinbarungen – mit hohen Folgekosten:

Die „BEM-relevanten“ Langzeitfälle sind die Kostentreiber – AOK-Bundesverband: „40 Prozent aller Fehltage entfielen 2024 auf Langzeit-Erkrankungen von mehr als sechs Wochen

Nur 3,3 % der Krankmeldungen dauerten länger als 6 Wochen, sie verursachten aber 39,9 % aller Fehltage. Damit liegt hier der größte Hebel für veränderungswirksame professionell geführte BEM-Gespräche und daraus abgeleitete BEM-Maßnahmen.

AOK: Psychische Erkrankungen sind seltene Fälle – aber mit den längsten Ausfallzeiten

Psychische Erkrankungen machten 2024 4,8 % der AU-Fälle aus, verursachten aber 12,5 % der AU-Tage; je Fall fielen im Schnitt 28,5 AU-Tage an.

 

Ein fehlender Arbeitstag ist volkswirtschaftlich im Mittel dreistellig: Orientierungsgröße je Fehltag
Ein krankheitsbedingter Fehltag hat wirtschaftliche Relevanz, aber eine pauschale „Betriebskosten“-Zahl ist seriös nicht möglich, weil die tatsächlichen Kosten je nach Branche, Funktion, Vertretungsaufwand und Produktions-/Serviceabhängigkeit stark variieren. Als belastbare Orientierungswerte können die BAuA-Schätzungen für 2024 dienen: Im Durchschnitt entsprechen Arbeitsunfähigkeitstage rund 152 € Produktionsausfall je AU-Tag; in einer weiter gefassten Betrachtung rund 258 € Ausfall an Bruttowertschöpfung je AU-Tag. Für eine vorsichtige Kommunikation eignet sich daher ein Band von ca. 150–260 € je Fehltag – ausdrücklich als volkswirtschaftlicher Durchschnitt (Orientierung), nicht als betriebliche Einzelfallrechnung.

Quellen:

(BAuA): https://www.baua.de/DE/Themen/Monitoring-Evaluation/Zahlen-Daten-Fakten/Kosten-der-Arbeitsunfaehigkeit

AOK: https://www.aok.de/pp/bv/pm/fehlzeiten-2024/

 

Praxisfälle aus dem betrieblichen Eingliederungsmanagement

BEM-Praxisfall 1: Misstrauen stoppt das Gespräch

  • Setting: Erstes BEM-Gespräch nach längerer Arbeitsunfähigkeit. Mitarbeitende Person kommt angespannt, rechnet mit Nachteilen.
  • Typischer Fehler: Einstieg ohne klaren Rahmen. HR versucht zu beruhigen, erklärt zu viel oder beginnt sofort mit Fragen zu Gründen und Gesundheit.
  • Negative Folge im Alltag: Das Gespräch kippt früh. Teilnahmebereitschaft sinkt, der Fall bricht ab oder wird vertagt. Rückstau entsteht und der Wiedereinstieg verzögert sich.

BEM-Praxisfall 2: Kooperativ, aber ohne Umsetzung

  • Setting: Gespräch verläuft freundlich. Am Ende heißt es: „Wir bleiben in Kontakt.“
  • Typischer Fehler: Vereinbarungen bleiben allgemein. Keine klare Zuständigkeit, kein Termin, kein fester Folgetermin.
  • Negative Folge im Alltag: Maßnahmen starten nicht oder versanden. Nachfassen kostet Zeit, Fälle bleiben offen, die Durchlaufzeit steigt.

BEM-Praxisfall 3: Schweigen und kurze Antworten

  • Setting: Mitarbeitende Person antwortet knapp, wirkt angepasst, vermeidet Inhalte. HR hält die Gesprächsführung allein.
  • Typischer Fehler: Offene Warum Fragen, zu viel Reden auf BEM-Seite, Druck auf Offenlegung oder vorschnelle Deutung.
  • Negative Folge im Alltag: Gespräch bleibt oberflächlich. Vertrauen sinkt, es entstehen keine tragfähigen Schritte. Der Fall bleibt hängen und wird beim nächsten Termin nicht leichter.

BEM-Praxisfall 4: Schuldzuweisung im Dreiergespräch

  • Setting: BEM und Führungskraft sitzen mit der betroffenen Person zusammen. Es geht schnell um das Team oder den Ton der Führung.
  • Typischer Fehler: Konflikt wird im BEM-Gespräch ausgetragen. Das Gespräch verliert den arbeitsbezogenen Fokus und wird zur Debatte.
  • Negative Folge im Alltag: Eskalation, Abbruch oder Lagerbildung. Dokumentation wird zur Streitakte. Die Arbeitsfähigkeit wird nicht stabilisiert, der Fall wird komplizierter statt lösbarer.

 BEM-Praxisfall 5: Betriebsrat im Gespräch

  • Setting: BEM-Gespräch mit HR, betroffener Person und Betriebsrat. Erwartungen sind nicht geklärt, Rollen verschwimmen.
  • Typischer Fehler: Gespräch wird rechtlich oder politisch, HR rechtfertigt sich, arbeitsbezogene Klärung gerät in den Hintergrund.
  • Negative Folge im Alltag: Frontenbildung, Eskalation, Gesprächsabbruch oder lange Blockade. Umsetzung verzögert sich, Rückstau entsteht.

FAQ: BEM-Gespräch führen – typische Praxisfragen, klare Antworten

Ein klarer Gesprächsablauf mit festen Abschnitten und einem Folgetermin hält das Gespräch menschlich und zugleich steuerbar.

Praktisch bewährt ist eine Schrittfolge: Ankommen/Sicherheit → Ziel & Rahmen → arbeitsbezogene Belastungen → Optionen → Vereinbarung (Wer/Was/Bis wann) → fester Folgetermin. Im Seminar wird gezeigt, wie dieser Ablauf in 45–60 Minuten funktioniert – inklusive Formulierungen für sensible Momente.

Widerstand wird erst verstanden und dann in kleine, überprüfbare Schritte übersetzt – freiwillig, aber verbindlich.

Häufige Gründe sind Angst vor Nachteilen, Misstrauen oder Überforderung. Im Seminar werden typische Muster (z. B. „Ja, aber…“, Rückzug, Ärger) geübt: Sicherheit herstellen, Arbeitskontext öffnen, Mini-Schritt vereinbaren, Folgetermin setzen. So bleibt das Gespräch klar, ohne zu drängen.

Jede Vereinbarung braucht Verantwortliche, Termin und einen kurzen Check-Termin – sonst versandet sie.

Bewährt ist: Wer macht was bis wann – plus kurzer Review (Wiedervorlage). Im Seminar werden Abschlussformulierungen und eine einfache Nachhalte-Routine trainiert, damit „Papier-BEM“ vermieden wird.

Gesprächsführung ist der Engpass, an dem viele BEM-Prozesse scheitern – dieses Seminar schließt genau diese Lücke.

Das Seminar fokussiert die Gesprächssituationen, die den Verlauf entscheiden: Sicherheit herstellen, Optionen klären, Vereinbarungen treffen, Nachhalten. Es ergänzt Inhalte zu BEM-Prozess und Ablauf sowie – bei Bedarf – vertiefende Formate wie BEM Ausbildung oder punktuelle BEM Beratung/BEM Consulting.

Im Gespräch geht es um Arbeitsfähigkeit und Bedingungen bei der Arbeit, nicht um Diagnosen.

Praktisch wird über Tätigkeiten, Belastungsspitzen, Rahmenbedingungen und mögliche Anpassungen gesprochen. Im Seminar erhalten Teilnehmende Leitfragen und Formulierungen, die arbeitsbezogen bleiben und datensparsam sind, ohne in Privatheit abzurutschen.

Leitfäden helfen, solange es leicht ist; entscheidend sind die kritischen Momente und genau die werden trainiert.

Wenn Widerstand kommt, jemand schweigt, Führung drückt oder Vereinbarungen versanden, reicht Papier nicht. Im Seminar werden diese Situationen in kurzen Übungssequenzen bearbeitet – inklusive Sprache, Timing und Abschluss mit Folgetermin.

Das Seminar stärkt risikominimierendes Vorgehen im Gespräch (Rollenklärung, Freiwilligkeit, Datensparsamkeit), ohne Einzelfall-Rechtsberatung.

Im Mittelpunkt stehen praxistaugliche Leitplanken: arbeitsbezogen bleiben, Transparenz herstellen, sauber vereinbaren und nachhalten. Mini-Disclaimer: keine Rechtsberatung im Einzelfall.

Dann braucht es einen Abschluss, der Verantwortlichkeit festlegt, ohne Eskalation.

Im Seminar werden Gesprächsbausteine geübt, um Führung auf konkrete Zusagen festzulegen (Owner, Termin, Check-Termin) und zugleich die Zusammenarbeit zu halten.

Das Seminar ist der schnelle Hebel für einheitliche Gesprächsqualität; Ausbildung/Beratung ergänzt, wenn Standardisierung oder komplexe Fälle anstehen.

Wenn viele Personen Gespräche führen, wirkt eine BEM-Ausbildung häufig nachhaltig. Bei Rückständen, komplexen Fällen oder Aufbau eines Systems kann punktuelle BEM Beratung/BEM Consulting sinnvoll sein – das Seminar liefert dafür die sofort wirksame Gesprächsbasis.

Ja, die Gesprächsführung ist länderübergreifend übertragbar; rechtliche Hinweise dienen der Orientierung und ersetzen keine Einzelfallprüfung.

In Österreich und der Schweiz gibt es vergleichbare Eingliederungsinstrumente (z. B. fit2work/Wiedereingliederungsteilzeit bzw. IV-Früherfassung); die Methoden aus dem Seminar lassen sich darauf übertragen.

Passende Vertiefungen im HR-Fokus

Gesprächsergebnisse entfalten Wirkung erst durch konsequentes Nachhalten, Priorisierung und klare nächste Schritte; dafür ergänzt „BEM-Fallmanagement wirksam steuern“ die operative Steuerung.

Für konfliktgeladene Verläufe mit Blockaden bietet „BEM-Komplexfälle & Eskalationen“ die passende Vertiefung.

Bei Reibungsverlusten durch unklare Zuständigkeiten ordnet „Rollen & Zusammenarbeit im BEM“ Verantwortlichkeiten und Übergaben.

 

Für Qualifizierung und Umsetzung im Betrieb finden Sie hier die passenden nächsten Schritte:

 

Rechtlicher Hinweis
Juristisch fundiert, BAG- und DSGVO-orientiert, risikominimierend – keine Rechtsberatung im Einzelfall; eine verbindliche rechtliche Absicherung des Verfahrens oder seiner Anwendung wird nicht zugesagt.

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