Warum ist das Betriebliche Eingliederungsmanagement für mich kein Verfahren, sondern ein Spiegel der Arbeitswelt?
Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) zeigt, wie eng Arbeit, Gesundheit und Organisation miteinander verflochten sind. Jedes Verfahren erzählt eine Geschichte über Strukturen, Verantwortung und darüber, wie Unternehmen mit Menschen umgehen, wenn Leistung nicht selbstverständlich ist.
Mich fasziniert am BEM, dass es nie zwei identische Fälle gibt.
Hinter jeder Arbeitsunfähigkeit steht ein eigener Kontext – medizinisch, organisatorisch, persönlich.
Das BEM ist wie ein Brennglas: Es zeigt, wo Kommunikation gelingt, wo Systeme überfordert sind, wo Vertrauen trägt – und wo es fehlt.
Was auf den ersten Blick wie ein rechtlich geregelter Prozess wirkt (§ 167 Abs. 2 SGB IX), ist in Wahrheit ein vielschichtiges Geflecht aus Erwartungen, Rollen und Interessen. Und genau darin liegt sein Reiz.
Im BEM begegnen sich Recht und Psychologie, Fürsorge und Organisation, Prävention und Wirtschaftlichkeit.








