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BEM-Fallmanagement wirksam steuern – Rückstände abbauen, Durchlaufzeiten verkürzen, Qualität sichern

Kategorie: Online Seminar

BEM-Fallmanagement entscheidet in der Praxis weniger über „Fleiß“ als über Steuerung: ob Fälle priorisiert werden, der nächste Schritt verbindlich feststeht und Maßnahmen konsequent nachgehalten werden, statt dass Rückstände wachsen und Durchlaufzeiten ausfransen. Dieses Live-Online-Tagesseminar zeigt, wie Sie BEM-Fälle als klar geführte Prozesskette steuern – mit Priorisierung, Taktung, Rollen- und Verantwortungszuschnitt, fester Wiedervorlage und wenigen Qualitätsmarkern, die auch in dezentralen Strukturen Übersicht schaffen und die Fallarbeit im Alltag planbar machen.

Rechtlich fundiert. Psychologisch geschult. Ökonomisch gedacht.
HR Fokus • BEM Online-Tagesseminare für Personalleitung & HR-Management, BEM-Beauftragte und Personalreferent*innen: von Grundlagen bis Spezialfällen.

Live-online bundesweit aus Kassel/Nordhessen und Projekterfahrung u. a. für Teams in Fulda, Göttingen, Hannover, Frankfurt am Main, Dortmund und Hamburg.

Veranstaltungsnummer: B-HR-OS 06-2026

 

Worum es in diesem Seminar wirklich geht

BEM-Fallmanagement scheitert meist nicht am BEM-Prozess. Es scheitert daran, dass die Fallführung im Alltag nicht stabil genug ist, wenn mehrere Fälle parallel laufen, Beteiligte wechseln und Entscheidungen liegen bleiben.:

  • Fälle bleiben „offen“, weil keine verbindliche Wiedervorlage existiert und der nächste Schritt im Alltag nicht konsequent nachgehalten wird.
  • Standardfälle werden nicht sauber beendet, weil Komplexfälle die Aufmerksamkeit ziehen.
  • Übergaben gehen schief: Bei Urlaub, Vertretung oder Rollenwechsel fehlt eine anschlussfähige Fallnotiz (was ist der Stand, was ist der nächste Termin, was ist blockierend?).
  • Abstimmungen kosten Zeit, weil Zuständigkeiten zwar „irgendwie“ bekannt sind, aber im Fall nicht klar ist: wer klärt, wer entscheidet, wer setzt um, wer hält nach.

Dieses Seminar liefert keine allgemeine Prozessbeschreibung, sondern eine praxistaugliche Fallführungs-Routine für BEM-Fallmanager und BEM-Beauftragte: mit verlässlicher Wiedervorlage, sauberer Übergabelogik, klarer Trennung von Standard- und Komplexfällen sowie wenigen, alltagstauglichen Qualitätsmarkern. Ziel ist, dass Fälle nicht „weiterlaufen“, sondern steuerbar bleiben: nächster Schritt, Termin, Verantwortlichkeit – und ein Abschluss, der wirklich abgeschlossen ist.

 

Für wen ist das Seminar?

Dieses Seminar liefert keine allgemeine Prozessbeschreibung, sondern eine praxistaugliche Routine für die Fallführung im BEM für BEM-Fallmanager und BEM-Beauftragte: mit verlässlicher Wiedervorlage, sauberer Übergabe bei Wechseln sowie klarer Trennung von Standardfällen und Komplexfällen. Ziel ist, dass Fälle nicht einfach weiterlaufen, sondern steuerbar bleiben: nächster Schritt, Termin, Verantwortlichkeit und ein Abschluss, der wirklich abgeschlossen ist.

Besonders passend ist das Seminar, wenn im Alltag typische Situationen auftreten wie:

  • „Ich habe mehrere Fälle parallel und mir fehlt eine stabile Wiedervorlage und ein klarer Abschlussstandard.“
  • „Komplexfälle ziehen alles an sich, während Standardfälle offen bleiben und Rückfragen wachsen.“
  • „Bei Urlaub, Vertretung oder Rollenwechsel geht Wissen verloren – wir brauchen anschlussfähige Übergaben.“
  • „Wir haben Listen und Kennzahlen, aber sie steuern den Alltag nicht: es fehlt eine feste Routine fürs Nachfassen.“
  • „In dezentralen Strukturen macht jeder Standort es anders und ich soll die Fallführung vereinheitlichen, ohne zusätzlichen Bürokratieaufbau.“

Das Seminar ist ideal für alle, die operativ Fallverantwortung tragen (z. B. interne Fallmanager, BEM-Koordinatoren, BGM-Fachkräfte, HR Business Partner mit BEM-Rolle) und eine Fallführung brauchen, die verbindlich, vertretbar und prüfbar ist – mit klaren Leitplanken zu Zuständigkeiten, Wiedervorlage, Abschlusskriterien und datensparsamer Dokumentation.

 

Ergebnis nach einem Tag

Nach dem Seminartag können Sie:

  • BEM Fälle so führen, dass Rückstände abnehmen und Entscheidungen nicht liegen bleiben
    • Fälle klar priorisieren und pro Fall einen festen Folgetermin zur Nachsteuerung setzen
    • Status, nächsten Schritt, Termin und Verantwortlichkeit so festhalten, dass Fälle auch bei Wechseln anschlussfähig bleiben
    • Standardfälle und Komplexfälle sicher unterscheiden und Komplexfälle so führen, dass sie den Bestand nicht blockieren
    • Maßnahmen passgenau auswählen und in die Umsetzung bringen, mit Zuständigkeiten, Terminen und sauberer Übergabe in Führung und Alltag
    • klar festlegen, wann ein Fall wirklich abgeschlossen ist, und Abschluss sowie Wirksicherung kurz dokumentieren
    • mit wenigen Kennzahlen Rückstau und Durchlaufzeiten im Blick behalten und gezielt nachsteuern

 

Seminarinhalt

Dieses Seminar macht BEM-Fallmanagement im Alltag steuerbar: mit klarer Priorisierung, verlässlicher Wiedervorlage und einem Vorgehen, das Rückstau abbaut, Durchlaufzeiten verkürzt und die Fallarbeit auch bei vielen parallelen Fällen konsequent zum Abschluss führt. Im Fokus stehen Fallstart und Erstkontakt, Analyse im Einzelfall, tragfähige Entscheidungen zur Maßnahmenwahl, individuelle Maßnahmen statt Maßnahmeroutinen, die Umsetzung mit Zuständigkeiten und Terminen, Review Routine und Fallsteuerung, Nachsteuerung bei Blockaden sowie Abschluss und Wirksicherung.

Fallstart und Erstkontakt
Einstieg ohne Reibungsverluste: Einladung, Rückkanal, Terminierung
Ziel, Rollen und nächster Schritt festlegen
Status setzen und Wiedervorlage terminieren

Analyse im Einzelfall
Arbeitsbezogene Ursachen und Belastungsfaktoren klären
Risiken und Stabilitätsfaktoren einschätzen
Standardfall oder Komplexfall zuordnen und Vorgehen festlegen

Entscheidung: Maßnahmenwahl und Freigabeweg
Entscheidungspunkt und Mandat klären, wer was freigibt
Kriterien für Wirksamkeit, Zumutbarkeit und Umsetzbarkeit
Beteiligte sinnvoll einbinden: Führung, Arbeitsmedizin, Interessenvertretung

Individuelle Maßnahmen statt Maßnahmeroutinen
Passung herstellen: Tätigkeit, Belastung, Umfeld, Ressourcen
Alternativen entwickeln, wenn Standardlösungen nicht greifen
Komplexfälle so führen, dass sie Standardfälle nicht blockieren

Umsetzung: Maßnahmen in Arbeit überführen
Aufgabenplan mit Zuständigkeiten und Terminen
Übergabe in Führung und Alltag sauber gestalten
Hindernisse früh sichtbar machen und bearbeiten

Review Routine und Fallsteuerung
Wiedervorlage als Führungsinstrument: fester Folgetermin zur Fortschrittsprüfung
Statusführung pro Fall als Minimalstandard: nächster Schritt, Verantwortlichkeit, Termin
Kurze Abstimmungsroutine im Fallmanagement: Klärung, Entscheidung, Abschluss

Nachsteuerung im laufenden Fall
Anpassung bei Verzögerungen, Wechseln und Blockaden
Klärungspfad bei Konflikten, Widerstand und offenen Entscheidungen
Abbruch, Neustart oder Übergabe sauber führen

Abschluss und Wirksicherung
Abschlusskriterien festlegen und sauber dokumentieren
Kurze Wirksamkeitsprüfung und Abschlusskommunikation
Learnings in Standards überführen und Kennzahlen für Rückstau und Durchlaufzeit nutzen

 

Preis & Mehrteilnehmer-Regelung

Einzelplatz: 720,00 EUR netto zzgl. USt. (856,80 EUR brutto)

Team-Staffel (netto pro Person):
• 2–3 Teilnehmende aus derselben Organisation: 720,00 EUR
• ab 4-6 Teilnehmenden aus derselben Organisation: 650,00 EUR
• ab 7 Teilnehmenden aus derselben Organisation: 590,00 EUR

 

Termine (feste Termine und auf Anfrage)

Feste Termine:

  • Donnerstag, 30.04.2026, 09:00–16:30 Uhr
  • Donnerstag, 16.07.2026, 09:00–16:30 Uhr
  • Dienstag, 10.11.2026, 09:00–16:30 Uhr

Zusätzlich: Durchführung auf Anfrage (Teamtermin live-online oder Inhouse).

 

Storno & Umbuchung

• bis 14 Kalendertage: kostenfrei
• 13–7 Kalendertage: 50 %
• ab 6 Kalendertage / Ausfallregelung: 100 %
• Ersatzteilnehmende jederzeit kostenfrei

 

Im Preis enthalten

Teilnahme am Online-Tagesseminar. Sie erhalten ein Teilnahmezertifikat sowie praxisorientierte Unterlagen als Nachschlagewerk. Die Inhalte sind BAG orientiert und auf Risikominimierung im BEM-Verfahren ausgerichtet. Hinweis: Die Unterlagen dienen der Orientierung und Umsetzung im Betrieb. Eine Gewähr für die rechtliche Wirksamkeit, Vollständigkeit oder Passgenauigkeit des Verfahrens oder seiner Anwendung wird nicht übernommen.

 

Dozententeam mit Praxisauftrag

Unsere Seminare werden von Dozentinnen und Dozenten durchgeführt, die neben der Trainingsarbeit auch in der externen BEM-Praxis tätig sind. Dadurch fließen aktuelle Fragestellungen, bewährte Vorgehensweisen und typische Stolperstellen unmittelbar in die Inhalte ein. Ziel ist ein belastbarer Transfer in Ihre BEM-Abläufe, nicht nur Theorie.

 

Dieses Online-Seminar basiert auf bewährten Präsenzseminaren und ist für das Live Online-Format didaktisch angepasst. Das Seminar ist interaktiv und konsequent auf Umsetzung im Betrieb ausgerichtet, mit klarem Ablauf und konkreten nächsten Schritten.

Teilnehmerstimmen aus vergleichbaren BEM-Seminaren

„guter Dozent, Erlerntes kann gut im Betrieb eingesetzt werden“

 „ich habe viel mitgenommen“

„Dringend an diesem tollen Referenten festhalten!“

 „hat viele Beispiele aus der Praxis gebracht“

 

Auf einen Blick: Drei Hebel für wirksames BEM-Fallmanagement

Fallbestand beherrschen statt Rückstau verwalten

Wirksames BEM-Fallmanagement heißt: Jeder Fall ist jederzeit anschlussfähig: mit klarem Stand, nächstem Schritt und Termin. Sie lernen eine praxistaugliche Routine, mit der BEM-Fälle nicht „liegen bleiben“, sondern im Alltag verlässlich weiterlaufen, auch bei vielen parallelen Fällen und wechselnden Zuständigkeiten.

Wiedervorlage und Nachfassen als Standard

Viele Liegezeiten entstehen nicht durch zu wenig Arbeit, sondern weil Wiedervorlagen fehlen und Nachfassen im Alltag nicht konsequent stattfindet. Im Seminar steht eine verlässliche Wiedervorlage mit festen Folgeterminen im Mittelpunkt, ergänzt um einen Nachsteuerungsrhythmus, der Entscheidungen sichtbar hält und Maßnahmen konsequent nachhält, ohne zusätzlichen Bürokratieaufbau.

Abschlussstandard: Fälle wirklich abschließen, Qualität sichern

BEM-Fälle werden selten falsch gestartet, aber häufig nicht sauber beendet: Standardfälle bleiben offen, Komplexfälle binden dauerhaft Kapazität. Sie entwickeln klare Abschlusskriterien und wenige Qualitätsmarker (z. B. Verantwortlichkeit, Termin, Abschlusscheck), damit Standardfälle konsequent abgeschlossen werden und Komplexfälle strukturiert geführt bleiben – mit stabiler Ergebnisqualität für BEM-Fallmanager und BEM-Beauftragte.

 

Quick Facts: Daten, Zahlen, Fakten zum BEM-Fallmanagement

Diese drei Quick Facts zeigen den praktischen Kern des Themas: Im BEM entscheidet selten „Mehrarbeit“, sondern ob BEM-Fallmanagement so geführt wird, dass Fälle nicht liegen bleiben, Komplexfälle Kapazitäten nicht blockieren und Standardfälle konsequent abgeschlossen werden. Wenn Wiedervorlagen fehlen, Zuständigkeiten wechseln und Abschlusskriterien unklar sind, entstehen Liegezeiten, Rückstau und Reibungsverluste. Ein belastbares Fallmanagement schafft dagegen Übersicht, Verbindlichkeit und Tempo: mit klaren nächsten Schritten, Terminen und sauberen Abschlüssen.

 

BEM beenden heißt: Klärungsprozess abgeschlossen – nicht „Zeit ist um“.

Ein BEM gilt nicht „einfach nach Zeit“ als beendet, sondern erst, wenn der Klärungsprozess zu möglichen Maßnahmen ordnungsgemäß durchlaufen wurde (oder die betroffene Person das BEM ablehnt/abbricht). Für das Fallmanagement heißt das: klare Abschlusskriterien + dokumentierte Begründung sind Teil der Fallführung: eine einseitige Beendigung durch den Arbeitgeber ist nach BAG-Linie nicht zulässig.

Leidensgerechte Weiterbeschäftigung prüfen – aber keinen Arbeitsplatz „freimachen“ müssen.

Im BEM-Fallmanagement ist ein zentraler Prüfpunkt: Arbeitgeber müssen ernsthaft prüfen, ob eine leidensgerechte Weiterbeschäftigung möglich ist (z. B. Anpassung des bisherigen Arbeitsplatzes oder Einsatz auf einem freien, zumutbaren Arbeitsplatz). Eine generelle Pflicht, extra einen Arbeitsplatz „freizumachen“ oder andere Beschäftigte zu versetzen, besteht jedoch nicht. Für die Fallsteuerung heißt das: Komplexfälle brauchen einen klaren Prüf- und Entscheidungsstand, damit sie nicht endlos offen bleiben, ohne dass Fallmanager in unrealistische Erwartungen geraten.

6-Wochen-Schwelle bei Teilzeit richtig berechnen: Arbeitstage statt Kalenderwochen

6-Wochen-Schwelle bei Teilzeit korrekt zählen: Maßgeblich sind die Arbeitstage der individuellen Arbeitswoche (z3-Tage-Woche = 18 Arbeitstage); bei „wiederholt arbeitsunfähig“ kurzzeiterkrankt wird innerhalb von 12 Monaten zusammengerechnet. Quelle: https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/3818#page=11

 

Praxisfälle aus dem betrieblichen Eingliederungsmanagement

BEM-Praxisfall 1: Fallbestand wächst „leise“ – bis der Rückstau sichtbar eskaliert

Ein BEM-Beauftragter führt eine Excel-Fallliste. Weil Wiedervorlagen nicht konsequent gesetzt werden, bleiben viele Fälle im Status „in Bearbeitung“, ohne dass der nächste Schritt verbindlich feststeht. Führungskräfte melden sich unregelmäßig zurück; Standardfälle ziehen sich, Komplexfälle binden Kapazität. Nach drei Monaten ist der Fallbestand unübersichtlich: die operative Steuerung kippt in Feuerwehrmodus.
Im Seminar: Übergabe bei Wechseln für BEM Fallmanager, mit kurzer Fallnotiz statt Dokumentenflut, dazu Statusführung und klare Regeln, wie Entscheidungen nachvollziehbar bleiben, ohne zusätzliche Bürokratie, damit Vertretung sofort übernehmen kann.

BEM-Praxisfall 2: Vertretung/Wechsel – und niemand weiß, wo die Fälle stehen

Urlaub, Krankheitsvertretung, Rollenwechsel: Der bisherige BEM Fallmanager fällt aus. Die Vertretung findet zwar Unterlagen, aber keine anschlussfähige Fallnotiz: Was wurde entschieden? Was ist offen? Wer wartet auf Rückmeldung? Die Folge: Fälle bleiben liegen, Beschäftigte verlieren Vertrauen, interne Abstimmungen dauern länger als nötig.

Im Seminar geht es auch darum, wie Übergaben bei Wechseln verlässlich funktionieren, mit kurzer Fallnotiz statt Dokumentenflut, dazu Statusführung und klare Regeln, damit Entscheidungen nachvollziehbar und prüfbar bleiben, ohne zusätzliche Bürokratie, und Vertretung sofort übernehmen kann.

BEM-Praxisfall 3: Teilzeit & wiederholte Kurzerkrankungen – Schwelle zu spät erkannt

Mehrere Beschäftigte sind wiederholt kurz arbeitsunfähig. Bei Teilzeit wird intern „in Kalenderwochen“ gerechnet; dadurch werden Fälle erst spät als BEM-relevant erkannt. Ergebnis: späte Ansprache, unnötige Liegezeiten und im Fallbestand entstehen „Altlasten“, weil Startpunkte rückwirkend geklärt werden müssen.
Im Seminar: Saubere Fallmanagement-Routine zur Auslöselogik (inkl. Zuständigkeit/Prüfrhythmus/Erfassung), damit Fälle rechtzeitig auf dem Radar sind und nicht im Rückstand enden.

BEM-Praxisfall 4: Komplexfälle blockieren, Standardfälle kommen nicht zum Abschluss

Einige Fälle sind komplex und ziehen viele Rückfragen nach sich. Gleichzeitig bleiben Standardfälle offen, weil immer „noch etwas“ fehlt. Der Fallbestand wird schwer steuerbar: Komplexfälle dominieren, Standardfälle werden nicht abgeschlossen, und HR verliert Zeit in Nachfragen und Abstimmungen.
Im Seminar: Triage-Regeln (Standard vs. komplex) mit unterschiedlichen Bearbeitungswegen, klare Entscheidungspunkte im Fallbestand (nicht im Maßnahmenkatalog) und rechtlich fundierte Abschlüsse, die Standardfälle konsequent schließen.

BEM-Praxisfall 5: „Reporting gibt es, Steuerung nicht“

Monatliche Kennzahlen werden erstellt, aber im Alltag passiert nichts damit. Es gibt keine Routine, wie aus Zahlen konkrete Nachfass-Aufgaben werden. Rückfragen von Führungskräften laufen ins Leere, weil niemand verbindlich priorisiert. Ergebnis: Daten ohne Wirkung, steigende Liegezeiten, sinkende Termintreue.
Im Seminar: Ein kleines, praxistaugliches Steuerungsset (Fallbestand, Liegezeit, Termintreue, Anteil Komplexfälle) plus Routine, wie daraus Nachfassen, Nachsteuerung und Abschluss entstehen.

BEM-Praxisfall 6: Arbeitgeber „beendet“ den Fall, der Fall bleibt trotzdem offen

Ein Verfahren soll „abgeschlossen“ werden, weil es zu lange dauert. Tatsächlich sind aber zentrale Klärpunkte nicht sauber durchlaufen oder nicht nachvollziehbar dokumentiert. Folge: Der Fall bleibt faktisch offen (Rückfragen, Unsicherheit, Wiederaufnahme), und im Fallmanagement entsteht ein „Wiedervorlage-Schatten“ ohne klare Abschlusslinie.
Im Seminar: Vorgehen beim Abschlusss, so dass auch rechtlich fundiert „wirklich beendet“: Abschlusskriterien, gemeinsamer Abschluss, begründete Abschlussentscheidung, Frist zur Stellungnahme und saubere Fallnotiz, damit Fälle nicht als Dauerläufer im System bleiben.

FAQ: BEM-Fallmanagement – Praxisfragen, kurz gelöst

Mit einem Minimalstandard pro Fall (nächster Schritt, Termin, Verantwortlichkeit) statt mit Papier.

Entscheidend ist nicht die Menge an Unterlagen, sondern die Anschlussfähigkeit: Jeder Fall hat sichtbar den nächsten Schritt und eine Wiedervorlage. So sinken Liegezeiten, Rückfragen und Reibungsverluste – ohne neue Bürokratie.

Priorisierung + feste Wiedervorlage + Abschlussstandard: konsequent, wöchentlich.

Rückstände verschwinden selten durch „Abarbeiten“, sondern durch Rhythmus: kurze Fall-Sichtung, klares Nachfassen, Standardschritte für Standardfälle und ein verbindlicher Abschlusscheck. Damit wird der Fallbestand beherrschbar.

Unterschiedliche Bearbeitungswege – nicht unterschiedliche Maßnahmenkataloge.
Komplexfälle erhalten engere Taktung, klarere Übergaben und definierte

Entscheidungspunkte (wer klärt was bis wann). Standardfälle laufen mit schlanker Wiedervorlage und klaren Abschlusskriterien – damit Komplexität nicht alles blockiert.

Eine kurze, einheitliche Fallnotiz als Übergabestandard – plus Terminpflicht.

Wenn Status, nächster Schritt, Termin und Blocker pro Fall feststehen, können Vertretungen übernehmen, ohne sich durch Akten zu arbeiten. Das ist eine der schnellsten Stellschrauben für Qualität im BEM-Fallmanagement.

Arbeitstage zählen (nicht Kalenderwochen) und innerhalb eines Jahres aufsummieren.

Gerade bei wiederholten Kurzerkrankungen und Teilzeit entstehen Fehlzählungen – mit dem Effekt, dass Fälle zu spät starten und später Rückstau produzieren. Im Seminar wird die Auslöselogik als Fallmanagement-Routine (Zuständigkeit, Prüfrhythmus, Erfassungsweg) praxistauglich aufgesetzt.

Wenn der Klärungsprozess abgeschlossen ist – nicht, wenn „Zeit vergangen“ ist.

Abschluss braucht einen klaren Abschlussgrund (z. B. Ziel erreicht, Ablehnung/Abbruch durch Beschäftigte) und eine nachvollziehbare Abschlussnotiz. Ein sauberer Abschlussstandard verhindert „Dauerläufer“, Wiedervorlage-Schatten und Wiederaufnahme ohne Klarheit.

Weil Listen verwalten – aber Fallmanagement steuert.

Die typischen Probleme entstehen nicht durch fehlende Daten, sondern durch fehlende Verbindlichkeit: Wiedervorlage, Nachfassen, Abschlussstandard und Anschlussfähigkeit bei Vertretung. Genau diese Routinen werden im Seminar aufgebaut.

Ja, weil Fallmanagement Führungskräfte entlastet und Erwartungsklarheit schafft.

Fallmanagement setzt klare Schnittstellen: Was wird wann von Führung benötigt, bis wann, in welcher Form – ohne Dauer-Nachfragen. Damit sinkt Eskalation, und die Fallarbeit bleibt arbeitsfähig.

Nein, der Fokus liegt auf Steuerung, nicht auf Maßnahmentypen.

Behandelt werden Priorisierung, Wiedervorlage, Übergaben, Abschlusskriterien und alltagstaugliche Qualitätsmarker. Maßnahmeninhalte werden bewusst nicht „durchdekliniert“.

Das Seminar ist so gebaut, dass Routinen sofort übertragbar sind.

Sie arbeiten an realen Engpässen (Liegezeiten, Vertretung, Komplexfall-Blockade) und leiten eine feste Arbeitsroutine ab. Ergebnis sind klare Schritte für die Umsetzung im eigenen Fallbestand – nicht Folienwissen.

Als schneller Hebel für wirksame Fallführung, oft ideal als Einstieg oder Ergänzung.

Wenn im Anschluss breiter qualifiziert werden soll, passt das als Brücke zur BEM-Fallmanager-Ausbildung. Bei sehr komplexen Fallbeständen kann zusätzlich punktuelle BEM-Beratung/BEM-Consulting sinnvoll sein – das Seminar sorgt dafür, dass die interne Steuerung danach stabil läuft.

Passende Vertiefungen im HR-Fokus

Liegt die Ursache eher im Verfahren als im Einzelfall (Brüche, Unklarheiten, wiederkehrende Rückstände), geht „BEM Re-Launch & Backlog abbauen“ strukturell tiefer.

Für den Engpass „Gespräch gelingt nicht – Vereinbarungen tragen nicht“ vertieft „BEM-Gespräche wirksam führen“ die Umsetzungskompetenz.

Fehlt es an passgenauer Auswahl, Begründung und Umsetzung von Maßnahmen, schließt „Maßnahmenplanung im BEM“ die Lücke zwischen Idee und Ergebnis.

 

Für Qualifizierung und Umsetzung im Betrieb finden Sie hier die passenden nächsten Schritte:

 

Rechtlicher Hinweis
Juristisch fundiert, BAG- und DSGVO-orientiert, risikominimierend – keine Rechtsberatung im Einzelfall; eine verbindliche rechtliche Absicherung des Verfahrens oder seiner Anwendung wird nicht zugesagt.

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