Veranstaltung

BEM-Relaunch & Backlog abbauen: Verfahren neu aufsetzen, Rückstände reduzieren, Wirkung stabilisieren

Kategorie: Online Seminar

Wenn im BEM Rückstände wachsen, ist das meist kein Maßnahmenproblem. Häufig fehlt eine klare Schrittfolge: nächster Schritt, fester Folgetermin, Fallreview und Nachsteuerung. In diesem Online-Seminar lernen Sie, ein BEM-Verfahren pragmatisch neu aufzusetzen, Rückstau abzubauen und die Wirkung im Alltag zu stabilisieren. Im Fokus stehen klare Entscheidungspunkte, Priorisierung, Statusführung, Wiedervorlage und saubere Abschlusskriterien, damit das Verfahren in dezentralen Strukturen verlässlich läuft.

Rechtlich fundiert. Psychologisch geschult. Ökonomisch gedacht.
HR Fokus • BEM Online-Tagesseminare für Personalleitung & HR-Management, BEM-Beauftragte und Personalreferent*innen: von Grundlagen bis Spezialfällen.

Live-online bundesweit aus Kassel/Nordhessen und Projekterfahrung u. a. für Teams in Fulda, Göttingen, Hannover, Frankfurt am Main, Dortmund und Hamburg.

Veranstaltungsnummer: B-HR-OS 07-2026

 

Worum es in diesem Seminar wirklich geht

Ein BEM-System kippt selten plötzlich. Es kippt schleichend, wenn Fallzahlen steigen, Ressourcen nicht nachziehen und die Fallarbeit ihre Taktung verliert: Fälle bleiben offen, Entscheidungen liegen, Wirkung wird zufällig. Typische Signale im Betrieb sind:

  • Rückstau wächst, weil mehr Fälle entstehen als bearbeitet werden.
  • Fallstände sind unklar, weil der nächste Schritt und der nächste Termin fehlen.
  • Komplexfälle blockieren, weil Standard- und Problemfälle nicht getrennt bearbeitet werden.
  • Entscheidungen bleiben liegen, weil es keinen festen Zeitpunkt für Sichtung und Entscheidung gibt.
  • Wiederaufnahmen nehmen zu, weil Review und Nachsteuerung nicht verbindlich laufen.

Dieses BEM-Seminar ist der Relaunch des BEM-Systems: Sie lernen, wie Sie Fallarbeit wieder arbeitsfähig machen: Rückstau abbauen, Bearbeitungswege trennen, feste Taktung einführen (Sichtung, Entscheidung, Review) und Wirkung stabilisieren. Nicht als Muster-Verfahren, sondern als robuste Arbeitsroutine im Alltag.

 

Für wen ist das Seminar?

Dieses Live-Online-BEM Seminar richtet sich an HR-Leitung, HR-Manager, Personalleitung, Personalreferentinnen und Personalreferenten sowie BGM-Fachkräfte, insbesondere, wenn nicht nur ein einzelner Fall, sondern das BEM-System insgesamt ins Rutschen geraten ist: Rückstau wächst, Fallstände sind unklar, Entscheidungen bleiben liegen und die Wirksamkeit wird zufällig.

Ideal ist das Seminar für alle, die BEM operativ verantworten, beispielsweise als HR Business Partner, BEM-Beauftragte oder BEM-Beauftragter, interne Fallverantwortliche, Fallmanagerin oder Fallmanager, Personalreferentin oder Personalreferent, BGM-Fachkraft und die im Alltag typische Engpässe erleben wie:

  • Der Rückstau wächst – ich brauche eine saubere Sichtung, Priorisierung und ein Vorgehen, das Fälle wieder in Bewegung bringt.“
  • Altfälle hängen, weil der Fallstand nicht mehr klar ist: Was ist der nächste Schritt, wer ist dran, wann ist der nächste Termin?“
  • Komplexfälle ziehen alles an sich, mir fehlt eine klare Trennung: Was lässt sich standardisiert führen, was braucht eine eigene Bearbeitungsschiene?“
  • Entscheidungen bleiben liegen, es gibt keinen festen Zeitpunkt, an dem geklärt wird: Was wird entschieden, bis wann und von wem?“
  • Maßnahmen laufen an, aber es fehlt der Review: kein fester Folgetermin, keine Nachsteuerung, zu viele Wiederaufnahmen.“
  • In dezentralen Strukturen macht jeder Standort es unterschiedlich und ich soll das System arbeitsfähig halten, ohne ein neues Großprojekt zu starten.“

 

Ergebnis nach einem Tag

Nach diesem Live-Online-BEM Seminar haben Sie eine klare Relaunch-Logik im Kopf, mit der Sie ein gekipptes BEM-System wieder arbeitsfähig machen: Rückstau abbauen, Fallarbeit takten, Entscheidungen nachhalten – ohne Großprojekt und ohne neue „Papierlage“.

  • Relaunch-Fahrplan für ein gekipptes BEM-System: Wie Sie Rückstau strukturiert abbauen und Fälle wieder in Bewegung bringen (Sichtung → Priorisierung → nächster Schritt → Termin).
  • Triage und Bearbeitungswege: Wie Sie Standardfälle von Komplexfällen trennen, damit Komplexität nicht den ganzen Betrieb blockiert.
  • Taktung, die trägt: feste Termine für Sichtung, Entscheidung und Review;,damit Entscheidungen nicht liegen bleiben und Nachsteuerung wirklich stattfindet.
  • Fallstand-Führung im Alltag: Was im Fallstand zwingend klar sein muss (nächster Schritt, Termin, Verantwortung, Blockaden), damit Übergaben funktionieren und Altfälle anschlussfähig werden.
  •  Abschluss statt Weiterlaufen: Abschlusskriterien, Überprüfungstermine und Nachsteuerung von Beginn an, damit Fälle juristisch belastbar beendet werden und Wiederaufnahmen seltener werden.

 

Seminarinhalt

Dieses Live Online Tagesseminar zeigt, wie Sie einen BEM Relaunch unter Last umsetzen: Rückstau systematisch diagnostizieren, Fälle priorisieren, Kapazität steuern und mit klarer Statusführung, festen Wiedervorlagen und Entscheidungspunkten wieder Durchlauf und Wirkung stabilisieren.
Re Launch Diagnose: Wo Rückstau entsteht
Bruchstellen in Rollen, Taktung und Kommunikation
Schnelle Lageanalyse ohne Großprojekt

Zielbild und Minimalstandard für den Neustart
Standardablauf unter Last: Schrittfolge, Meilensteine, Zuständigkeiten
Entscheidungspunkte statt Endlosabstimmung

Priorisierung und Kapazität festlegen
Falltypen A B C sortieren, Risiken bewerten, Langläufer trennen
Bearbeitungsfenster, parallele Fälle begrenzen, Verantwortliche benennen

Neustartplan in klaren Schritten umsetzen
Startpaket: Takt, Termine, Zuständigkeiten, erste Entscheidungen
Stopp und Klärung, wenn Fälle hängen bleiben

Rollenmodell und Schnittstellen sauber ziehen
Wer steuert, wer liefert zu, wer entscheidet, wo eskaliert wird
Zusammenarbeit mit Führung klar führen, Schnittstellen entlasten

Taktung und Statusführung im Fallbestand
Feste Wiedervorlage als Standard, nächster Schritt immer definiert
Fallstatus, Termin, Verantwortliche, Abschlusskriterien

Maßnahmensteuerung ohne Papierlage
Vereinbarungen: Wer macht was bis wann, mit Kontrolltermin
Nachhalten im Fallstand, Umsetzungsstand sichtbar machen

Nachsteuerung, Stabilisierung und Transfer in dezentrale Einheiten
Korrekturschleifen, Eskalationsweg, Routine zur Stabilisierung
Rollout und Kommunikationslinie für Akzeptanz in den Standorten

 

Preis & Mehrteilnehmer-Regelung

Einzelplatz: 690,00 EUR netto zzgl. USt. (821,10 EUR brutto)
Team-Staffel (netto pro Person):
• 2–3 Teilnehmende aus derselben Organisation: 640,00 EUR
• ab 4-6 Teilnehmenden aus derselben Organisation: 590,00 EUR
• ab 7 Teilnehmenden aus derselben Organisation: 540,00 EUR

 

Termine (feste Termine und auf Anfrage)

Feste Termine:

  • Dienstag, 28.04.2026, 09:00–16:30 Uhr
  • Dienstag, 14.07.2026, 09:00–16:30 Uhr
  • Donnerstag, 05.11.2026, 09:00–16:30 Uhr

Zusätzlich: Durchführung auf Anfrage (Teamtermin live-online oder Inhouse).

 

Storno & Umbuchung

  • bis 14 Kalendertage: kostenfrei
  • 13–7 Kalendertage: 50 %
  • ab 6 Kalendertage / Ausfallregelung: 100 %
  • Ersatzteilnehmende jederzeit kostenfrei

 

Im Preis enthalten

Teilnahme am Online-Tagesseminar. Sie erhalten ein Teilnahmezertifikat sowie praxisorientierte Unterlagen als Nachschlagewerk. Die Inhalte sind BAG orientiert und auf Risikominimierung im BEM-Verfahren ausgerichtet. Hinweis: Die Unterlagen dienen der Orientierung und Umsetzung im Betrieb. Eine Gewähr für die rechtliche Wirksamkeit, Vollständigkeit oder Passgenauigkeit des Verfahrens oder seiner Anwendung wird nicht übernommen.

 

Dozententeam mit Praxisauftrag

Unsere Seminare werden von Dozentinnen und Dozenten durchgeführt, die neben der Trainingsarbeit auch in der externen BEM-Praxis tätig sind. Dadurch fließen aktuelle Fragestellungen, bewährte Vorgehensweisen und typische Stolperstellen unmittelbar in die Inhalte ein. Ziel ist ein belastbarer Transfer in Ihre BEM-Abläufe, nicht nur Theorie.

 

Dieses Online-Seminar basiert auf bewährten Präsenzseminaren und ist für das Live Online-Format didaktisch angepasst. Das Seminar ist interaktiv und konsequent auf Umsetzung im Betrieb ausgerichtet, mit klarem Ablauf und konkreten nächsten Schritten.

Teilnehmerstimmen aus vergleichbaren BEM-Seminaren

„ein super Referent mit einer enormen Fachexpertise“

„Du hast die Latte für zukünftige Referenten sehr hoch gehängt.“

„Das Seminar war sehr anschaulich und mit vielen Praxisbeispielen belegt.“

„Dozenten wie Herr Baumert sind schwer zu finden. Er hat das Seminar super geleitet und war fachlich jederzeit präsent.“

 

Auf einen Blick: Drei Hebel für den BEM-Relaunch

Rückstau abbauen statt das System weiter „mitzuschleppen“

Wenn das BEM-System kippt, helfen einzelne Maßnahmen nicht mehr. Entscheidend ist, dass Rückstände wieder in Bewegung kommen: Sichtung, Priorisierung und ein klarer nächster Schritt pro Fall. Sie lernen einen Relaunch-Ansatz, mit dem Altfälle anschlussfähig werden und der Rückstau spürbar sinkt, ohne ein neues Großprojekt aufzusetzen.

Bearbeitungswege trennen: Standardfälle führen, Komplexfälle stabil halten

In gekippten Systemen blockieren wenige Langläufer oft die gesamte Fallarbeit. Sie lernen, Standardfälle von Komplexfällen sauber zu trennen und unterschiedliche Bearbeitungswege zu etablieren: Standardfälle zügig und sauber zum Abschluss führen, Komplexfälle strukturiert steuern, damit Kapazität wieder planbar wird.

Taktung herstellen: feste Sichtung, Entscheidung, Review und Nachsteuerung

Rückstau entsteht selten durch „zu wenig Arbeit“, sondern durch fehlende Taktung: kein fester Termin, an dem entschieden, nachgehalten und nachgesteuert wird. Im Seminar erarbeiten Sie eine einfache Rhythmik aus Sichtungstermin, Entscheidungstermin und Review, damit Entscheidungen nicht liegen bleiben, Maßnahmen nicht versanden und die Wirkung wieder stabil wird.

 

Quick Facts: Daten, Zahlen, Fakten zum BEM-Relaunch, Rückstau abbauen

 

Diese drei Quick Facts zeigen den praktischen Kern: Beim Relaunch entscheidet nicht „mehr arbeiten“, sondern ob das BEM-System wieder messbar in den Fluss kommt – mit Rückstau-Delta, Liegezeit-Quote und Langläufer-Anteil.

Rückstau wächst oder schrumpft in einer Zahl: Rückstau-Delta

Fakt: Rückstau verändert sich nur über die Differenz aus Zugängen und Abschlüssen.
Formel: Rückstau-Delta (28 Tage) = Neue Fälle − Abgeschlossene Fälle
Beispiel: 12 neue Fälle − 8 Abschlüsse = +4 (Rückstau wächst)
Interpretation: Solange das Delta positiv ist, kippt das System weiter – unabhängig davon, wie „viel“ gearbeitet wird.

Der größte Beschleuniger ist oft banal: Liegezeit-Quote

Fakt: Fälle werden zu „Altfällen“, wenn der nächste Termin fehlt, dann gibt es keinen Takt.
Kennzahl: Liegezeit-Quote = Anteil offener Fälle ohne Folgetermin (z. B. in den nächsten 14/21 Tagen)
Beispiel: 30 offene Fälle, 9 ohne Folgetermin ⇒ 30 % Liegezeit-Quote
Interpretation: Hohe Quote heißt: Rückstau ist nicht „Komplexität“, sondern fehlende Wiedervorlage/Taktung.

Rückstau wird oft von wenigen Fällen „gezogen“: Langläufer-Anteil

Fakt: Ein Relaunch scheitert häufig, weil Langläufer die Kapazität binden und Standardfälle liegen bleiben.
Kennzahl: Langläufer-Anteil = Anteil offener Fälle über X Wochen/Monate (X definiert intern)
Beispiel: 30 offene Fälle, 6 davon > X ⇒ 20 % Langläufer-Anteil
Interpretation: Relaunch heißt: Bearbeitungswege trennen (Standardfälle zügig abschließen, Langläufer strukturiert führen), sonst bleibt das Delta positiv.

 

Praxisfälle aus dem Betrieblichen Eingliederungsmanagement

BEM-Praxisfall 1: Rückstau nach Re-Organisation – Fälle „parken“, Erstgespräche rutschen

Ausgangslage: Nach einer Re-Organisation in HR wechseln Zuständigkeiten. Erstgespräche finden spät statt, Fallstände sind unklar, Fälle werden „geparkt“. Der Rückstau wächst, ohne dass es im Alltag sichtbar wird.
Risiko: Akzeptanz sinkt, Führungskräfte verlieren Vertrauen, wenige Langläufer binden Kapazität und ziehen den gesamten Fallbestand nach unten.
Lösung im Seminar: System-Relaunch: Sichtung und Priorisierung (Triage A/B/C), klare Trennung von Standard- und Komplexfällen, feste Taktung (Sichtung–Entscheidung–Review), Abschlusskriterien, plus eine 1-Seiten-Steuerungsübersicht als Entscheidungsgrundlage (nicht als Bericht).

BEM-Praxisfall 2: Hohe Abbruchquote – „BEM wird gestartet, aber nicht zu Ende geführt“

Ausgangslage: BEM wird häufig angeboten und begonnen, aber selten sauber zu Ende geführt. Maßnahmen werden vereinbart, dann fehlt Nachhalten; Folgetermine rutschen, der Abschluss bleibt offen.
Risiko: Wirkung wird nicht sichtbar, der interne Aufwand steigt, und es entsteht der Eindruck „BEM bringt nichts“, obwohl das Problem in der Fallführung liegt.
Lösung im Seminar: Verlässliche Follow up Taktung mit festem Folgetermin, klare Vereinbarungen: wer macht was bis wann mit Kontrolltermin, sichtbarer Umsetzungsstand und klare Abschlusskriterien, die Fälle tatsächlich beenden statt sie weiterlaufen zu lassen.

BEM-Praxisfall 3: Langläufer bei psychischen Belastungen – kleine Fallgruppe blockiert das System

Ausgangslage: Eine kleine Fallgruppe bindet unverhältnismäßig viel Zeit. Standardmaßnahmen greifen nicht, es kommt zu Rückfällen und Wiederaufnahmen. Standardfälle bleiben liegen, Rückstau steigt.
Risiko: Das System kippt weiter: Frust bei HR/BEM-Verantwortlichen, sinkende Abschlussquote, steigender Druck aus den Fachbereichen.
Lösung im Seminar: Langläufer als eigenes Cluster im Triage-Modell, enger Review-Rhythmus, klare Entscheidungspunkte (wann wird was entschieden), individuelle Maßnahmepassung, Kollegiale Fallberatung, definierte Eskalationswege und passende externe Schnittstellen – ohne Aktionismus und ohne „Maßnahmen-Sammeln“.

FAQ: BEM-Relaunch & Rückstau abbauen – Praxisfragen aus HR

Mit Sichtung, Priorisierung und festen Terminen, nicht mit mehr Schleifen.

Starten Sie mit kurzer Bestandsaufnahme und Triage A/B/C (dringend/normal/abschließen). Setzen Sie feste Sichtungs- und Entscheidungstermine und hinterlegen Sie für jeden Fall nächsten Schritt + Termin + Verantwortung. Rückstau sinkt, weil offene Schleifen geschlossen werden und Standardfälle wieder sauber abgeschlossen werden.

 

Nutzen Sie Rückstau-Delta (Neue Fälle − Abschlüsse), Liegezeit-Quote (offene Fälle ohne Folgetermin) und Langläufer-Anteil (Fälle über X Wochen/Monate). Ergänzen Sie 3–5 Entscheidungen, die bis zum nächsten Termin fällig sind. Mehr Kennzahlen erhöhen Pflegeaufwand, aber nicht die Steuerung.

 

 

Fallmanagement führt Fälle – Relaunch saniert ein gekipptes BEM-System mit Rückstau.

Relaunch setzt am Verfahren an: Rückstau abbauen, Bearbeitungswege trennen Standard und Komplex, Taktung wiederherstellen mit Sichtung, Entscheidung, Überprüfungstermin und Nachsteuerung sowie Abschlusskriterien schärfen. Ziel ist wieder ein verlässlicher Fluss, nicht mehr Aktivität.

 

 

Zwei Bearbeitungswege schützen Kapazität: Standard bekommt Tempo, Komplex bekommt Struktur.

Standardfälle laufen über klare Schrittfolge und feste Folgetermine. Komplexfälle bekommen eigenen Rhythmus (engeres Review, klare Entscheidungspunkte, ggf. Einbindung weiterer Stellen). So blockieren wenige Langläufer nicht den gesamten Fallbestand.

 

 

Fallstand klären, dann wertschätzend entscheiden: fortführen oder sauber abschließen.

Stellen Sie zuerst Anschlussfähigkeit her (letzter Schritt, Blockade, nächster Termin). Kommunizieren Sie neutral: „Sie entscheiden, ob ein Neustart sinnvoll ist.“ Für Abschlussentscheidungen gelten interne Leitplanken (kurzer Abschlussstatus, Zuständigkeit). Datenschutz/Compliance bei Bedarf einbinden.

 

 

Alles gleichzeitig anfassen. Besser: erst Fallstände herstellen, dann priorisiert weiterführen und abschließen.

Vermeiden Sie Aktionismus (neue Listen, neue Runden). Starten Sie mit Fallstand-Führung und setzen Sie dann Triage und Taktung durch. Erst dann wird Arbeit wirksam und messbar.

Trennung der Bearbeitungswege, feste Taktung, klare Entscheidungspunkte und Nachsteuerung als Pflichtteil.

Stabil wird es, wenn je Fall nächster Schritt/Termin/Verantwortung klar ist und Review/Nachsteuerung verbindlich laufen. Sonst wächst Rückstau sofort nach.

Datensparsam dokumentieren und die Entscheidungsspur nachvollziehbar halten – ohne „Gesundheitsakte“.

Eine schlanke Prozessspur (Angebot/Einverständnis, Schritte, Vereinbarungen, Review, Abschluss) plus klare Zugriffsregeln reichen als Leitplanke. Konkrete Ausgestaltung (Zugriffe, Aufbewahrung/Löschung) intern mit Datenschutz/Compliance abstimmen; keine Einzelfallberatung.

Relaunch reduziert oft Arbeit, bevor er neue Kapazität fordert.

Rückstau frisst Zeit durch offene Schleifen, unklare Zuständigkeiten und fehlende Termine. Nach dem Relaunch sieht man erst, ob wirklich zusätzliche Kapazität fehlt – oder ob das System bisher Kapazität „verbrannt“ hat.

Relaunch ist eine Arbeitsroutine mit festen Terminen, kein Umbauprogramm.

Ohne Relaunch investieren Sie Zeit in Nacharbeiten und Eskalationen. Mit wenigen festen Routinen (Sichtung/Entscheidung/Review) wird die Fallarbeit wieder steuerbar – im laufenden Betrieb.

Externe helfen, aber Relaunch ist interne Steuerung: Rollen, Taktung, Qualität.

Wenn intern Zuständigkeiten und Termine nicht stimmen, entstehen Parallelprozesse und neuer Rückstau. Das Seminar zeigt, wie externe Unterstützung sinnvoll eingebettet wird.

Listen verwalten – Relaunch führt mit Terminen und Entscheidungen.

Der Unterschied ist die Verbindlichkeit: fester Sichtungstermin, Entscheidungstermin, Review und pro Fall der nächste Schritt.

Es muss nicht alles gleich sein. Aber Fallstand, Taktung und Abschlusskriterien müssen verlässlich sein, damit Rückstau nicht zur Dauerschleife wird.

Relaunch setzt wenige Mindeststandards, lässt aber Raum für Standortrealität. So kippt das System nicht bei Wechseln oder Lastspitzen.

Relaunch wirkt nur mit Transparenz, Rollenklärung und verlässlicher Nachsteuerung – genau darum geht es.

Vertrauen steigt, wenn klar ist, was als Nächstes passiert, wer entscheidet und wie nachgehalten wird – statt vager Zusagen.

Führung sollm und muss nicht alles wissen, aber wenige klare Pflichten im Ablauf haben.

Verankern Sie Mitwirkung über konkrete Aufgaben (Rückmeldung, Entscheidungstermin, Umsetzbarkeit), ohne sensible Details breit zu streuen.

Ja, wenn Sie mit Triage, drei Kennzahlen und festen Terminen starten.
Dann sehen Sie schnell, ob Rückstau-Delta dreht und Liegezeiten sinken, statt weiter „zu arbeiten“, ohne nachhaltigen Effekt.

Passende Vertiefungen im HR-Fokus

Nach dem Relaunch rücken in der Praxis häufig Priorisierung, Durchlaufzeiten und Verbindlichkeit in den Fokus; genau dort setzt „BEM-Fallmanagement wirksam steuern“ an.

Für die Frage „Welche Maßnahmen tragen wirklich und wie werden sie sauber umgesetzt?“ vertieft „Maßnahmenplanung im BEM“ die Wirksamkeit in der Praxis.

Zur nachhaltigen Stabilisierung über Standards und KPI-Anker ergänzt „BEM- Qualität & Kennzahlen“ die Steuerungsebene.

 

Für Qualifizierung und Umsetzung im Betrieb finden Sie hier die passenden nächsten Schritte:

 

Rechtlicher Hinweis
Juristisch fundiert, BAG- und DSGVO-orientiert, risikominimierend – keine Rechtsberatung im Einzelfall; eine verbindliche rechtliche Absicherung des Verfahrens oder seiner Anwendung wird nicht zugesagt.

Kontaktieren Sie uns jetzt!

Unverbindliche Anfragen oder konkrete Buchungen für diese Veranstaltung sind über das Formular möglich.